VERANTWORTUNGSPARTNERSCHAFTEN

Die anderen verstehen - sich selbst erproben - Vielfalt gestalten

Hartmut Schrewe, Leitender Schulamtsdirektor a. D. - Lehrbeauftragter
Hartmut Schrewe, Leitender Schulamtsdirektor a. D. - Lehrbeauftragter

Fremd sein - ein Gefühl, das jeder kennt. Sich unbeliebt zu fühlen, weil man anders ist als die anderen, führt zu Spannungen. Aus Fremdbildern werden allmählich Feindbilder, aus Kindern plötzlich "Risikoschüler". Entwurzelung, Entfremdung, Traditionsbruch und Kulturwechsel, Einsamkeit und Ablehnung sind die großen Themen: lokal, regional, national und global; die Herausforderungen nachArnold J. Toynbee ("Challenge and Response"): Harmonie der Kulturen? - Kollision der Werte? - Grenzen der Toleranz? Wie sieht das"neue deutsche Wir" aus? Was treibt unsere Gesellschaft auseinander und wie kommen wir wieder zusammen? Es geht dabei immer um die Dimension der personalen Integrität, um Sphären der Gerechtigkeit. Diese Auseinandersetzungen zwischen sozialen Gruppen können, mit Axel Honneth, als Kampf um Anerkennung verstanden werden. Wie muss dann die Struktur solcher sozialer Anerkennungsverhältnisse aussehen in Hinblick auf emotionale Zuwendung, kognitive Achtung und soziale Wertschätzung? Mit Wolf Lepenies setzen wir in unserem Seminar anstelle eines "Drohbildes vom Zusammenprall der Kulturen" das "Hoffnungsbild kultureller Lerngemeinschaften" und verstehen mit Jürgen Habermas solche Verantwortungspartnerschaften als "Lernprozess auf Gegenseitigkeit. "Diese Mehrdimensionalität umfassender Problemfelder überfordert die Einzelschule als pädagogische Handlungseinheit, den Lehrer als Einzelkämpfer und verlangt interdisziplinäre Zusammenarbeit. Gefragt ist eine institutionalisierte Kooperation vieler Organisationen, im Sinne der OECD "Integrating Services for Children at Risk. "Im Seminar geht es um alltagstaugliche Beispiele gelungener Kooperation, um die Arbeit solch systemischer Vermittlungs-institutionen. Schulbesuche vor Ort sowie ein Studientag sollen die Praxisrelevanz dieser Intersektoralität zeigen. Niemand lernt und handelt in solchen Projekten allein, denn oft ist der Horizont des "Spezialisten" zu eng und der Überblick des "Generalisten" zu ungenau!



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Rede des Bundespräsidenten anlässlich des Symposiums "Wer ist wir?" am 09.07.15
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In den Schulgesetzen der Länder ist der Bildungs- und Erziehungsauftrag als grundle-

gende Regelung vorangestellt. Der in den Schulgesetzen der Länder verankerte Bildungsauftrag der Schule beinhaltet u.a., die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die Grundrechte für sich und andere wirksam werden zu lassen, die sich daraus ergebende staatsbürgerliche Verantwortung zu verstehen und zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft beizutragen. Den Bildungs- und Erziehungsaufträgen wird in jeweils spezifischer Akzentuierung in den Lehrplänen und Unterrichtsfächern Rechnung getragen.

 

Ein umfassender Auftrag zur Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler kann allerdings allein im Rahmen der inneren Strukturen der Schule und den fachlichen Methoden der Unterrichtsgestaltung nicht wahrgenommen werden. Wenn die Schulen an den komplexen Lebenslagen der Schülerinnen und Schüler ansetzen wollen, so bedarf es eines ganzheitlichen Bildungsansatzes, der nur im Zusammenwirken aller an Bildung und Erziehung Beteiligten verwirklicht werden kann. Die Schule kann deshalb ihrem Auftrag nur im Zusammenwirken mit anderen Stellen und Einrichtungen gerecht werden. Dabei sind die die Möglichkeiten und Grenzen anderer staatlicher Maßnahmen bzw. Institutionen zu berücksichtigen.

 

Herausforderungen (Challenge and Responses)

  • Harmonie der Kulturen?
  • Kollision der Werte?
  • Grenzen der Toleranz?

Interkulturelles Lernen - eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts.

Wenn aus Ungleichheit Ungerechtigkeit wird.                                                              

Interkulturelles Lernen

- eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts.                                                                                

 


Was Schulen weiterbringt! Durch vernetztes Wissen zu dynamischem Handeln:

  • Die anderen verstehen -
  • Sich selbst erproben -
  • Vielfalt

 

DIVERSITY:THE TREASURE WITHIN                                    

      Intercultural competence  - the key competence in the 21st Century          

  • The Importance of Cultural Understanding;
  • Interpersonal Communication across Cultures;
  • The Changing Character of Schooling